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Mikrosteuer zur BGE-Finanzierung?

In der Schweiz am Sonntag erschien heute ein Artikel bezüglich Finanzierung des BGE, vorgeschlagen wird die Einführung einer Mikrosteuer:

Was schlagen Sie denn vor?

Das BGE liesse sich mit einer neuartigen Mikrosteuer finanzieren, ohne dass es jemandem wehtut. Erfunden hat sie Finanzunternehmer Felix Bolliger. Er, die Professoren Marc Chesney und Anton Gunzinger und ich sind seit anderthalb Jahren daran, die Automatische Mikrosteuer auf dem Gesamtzahlungsverkehr (AMTD) als Alternative zum heutigen komplexen Steuersystem zu entwickeln.

Wie funktioniert das?

Der gesamte digitale Zahlungsverkehr ist 300-mal so gross wie das Bruttoinlandprodukt. Über 90 Prozent des Volumens stammen aus der Finanzwirtschaft, insbesondere aus dem Hochfrequenzhandel. Die AMTD könnte versuchsweise eingeführt werden mit einer Belastung des Geldverkehrs von 0,05 Prozent, und das BGE wäre damit finanziert. Nach dem Prinzip: Wer mehr Geld bewegt, bezahlt mehr. Also solidarisch.

Mal abgehen davon, dass ich eine Steuer, welche alleine ausreichen soll, das BGE zu finanzieren, nicht als Mikrosteuer bezeichnen würde: Ob sich die Urheber des ganzen auch überlegt haben, wie schnell sich der Hochfrequenzhandel insbesondere der grossen Player ins Ausland verlegen würde, sobald die Transaktionen in der Schweiz teurer werden?